Електронний багатомовний

термінологічний словник

Electronic Multilingual Terminological Dictionary


Linguistik

Ellipse

Als Ellipse wird ein Stilmittel der Rhetorik bezeichnet. Die Ellipse beschreibt dabei den Umstand, dass ein Satz grammatikalisch nicht vollständig und somit verkürzt ist. Demzufolge werden hier unwichtige Teile des Satzes ausgelassen, um eine Verstärkung zu bewirken, wobei der Inhalt klar zu verstehen ist. Typisch ist die Figur für ein schnelles Wortgefecht (vgl. Stichomythie) sowie die Brachylogie, die mit minimalem Wortaufwand das Maximum an Aussagekraft erzielt und Werke des Sturms und Drang. [2]
Der Begriff leitet sich aus dem Griechischen ab (ἔλλειψις ~ élleipsis) und in etwa mit Fehlen, Mangel oder auch Auslassung übersetzen. Somit verweist schon die Übersetzung darauf, worum es im Zusammenhang mit der Stilfigur geht: nämlich um das Auslassen [von Satzbestandteilen]. Schauen wir auf ein Beispiel.
Je früher der Abschied [ist], desto kürzer [ist] die Qual. [2]
Das obige Beispiel ist elliptisch. Die fehlenden Bestandteile wurden hier in eckige Klammern gesetzt, um zu verdeutlichen, dass dem Satz im Eigentlichen das Verb, also das Prädikat, fehlt. Dennoch ist die Aussage Je früher der Abschied, desto kürzer die Qual für den Leser inhaltlich zu erschließen. Es ist demnach klar, was gemeint ist, obwohl ein grammatikalischer Baustein fehlt. Dieser Umstand wird als Ellipse bezeichnet.
Erst [kommt] die Arbeit, dann [kommt] das Vergnügen. [2]
Das obige Beispiel ist eine Redewendung, wobei abermals das fehlende Verb in Klammern gesetzt wurde. Auch hierbei wird die Aussage somit gestrafft und der Ausdruck verkürzt. Typisch sind solche Ellipsen also nicht nur für stilistische Feinheiten, sondern auch für die Umgangssprache, um den Satz zu verknappen. Somit wird das Wichtige hervorgehoben und das Drumherum reduziert. Noch ein weiteres Beispiel.
Was [machen wir] nun? [2]
In diesem Beispielsatz wurden sogar mehrere Wörter gestrichen. Dennoch ist die grundsätzliche Aussage des Satzes, also die Frage danach, was nun als nächstes zu tun sei, in jedem Fall klar ersichtlich; grammatikalisch bleibt der Satz allerdings unvollständig. Die nachfolgenden Beispiele sind unkommentiert.
Wirkung und Funktion der Ellipse
Grundsätzlich ist es sehr schwierig, einem Stilmittel eine Wirkung oder Funktion zuzuschreiben, die in jedem Fall zutreffend erscheint. Dennoch hat jede Stilfigur natürlich einen Effekt auf den Leser, der beschrieben werden kann. Deshalb möchten wir einige Hinweise geben, die allerdings stets im jeweiligen Text auf ihre Richtigkeit und Anwendbarkeit überprüft werden sollten.
Sonderform der Ellipse ist Aposiopese. Die Aposiopese ist eine Sonderform der Ellipse. In diesem Fall wird ebenso ein Bestandteil des Satzes unterschlagen. Allerdings handelt es sich hierbei um die wesentliche Aussage des Satzes. Dennoch bleibt der Satz in seiner Bedeutung schlüssig und für den Empfänger erschließbar.
Wenn ich dich in die Finger kriege [2]
Hierbei wird nicht gesagt, was genau passieren wird, sollte der Sprechende den Adressaten tatsächlich in die Finger kriegen.

Der Begriff “Ellipse“ stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet übersetzt „Auslassen“ und genau das bezeichnet die Ellipse auch in der Linguistik: die Auslassung eines Wortes oder mehrerer Wörter in einem Satz. [3]
Die Ellipse ist ein rhetorisches Stilmittel, das vor allem in der Alltagssprache Anwendung findet, doch auch in literarischen Texten ist die Ellipse zuweilen zu finden. Was das Stilmittel genau ist und welche Funktion es hat, erfährst du im Folgenden. Anders als die Metapher, die vor allem auf der Bedeutungsebene eine Rolle spielt, ist die Ellipse ein Stilmittel, das vor allem linguistisch von Bedeutung ist. Wir erklären dir, was die Ellipse genau ausmacht.
Besonders häufig ist davon das Prädikat betroffen, da es für die Verständlichkeit des Satzes in einigen Fällen nicht benötigt wird. Ohne das Prädikat oder alternativ ein anderes ausgelassenes Wort ist der Satz jedoch grammatikalisch unvollständig. Die zu vermittelnde Information wird durch die Verkürzung des Satzes hervorgehoben.
Die Wirkung der Ellipse ist für verschiedene Zwecke von Vorteil, beispielsweise in einem Streit, bei dem das Gespräch schnell und dynamisch verläuft. Mithilfe der Ellipse kann hier der volle Informationsgehalt mit weniger Aufwand zum Ausdruck gebracht werden.
Im Gegensatz zur Aufklärung, bei der die Vernunft im Vordergrund steht, liegt der Fokus beim Sturm und Drang auf Emotionalität als Leitlinie. Die Individualität spielte in den Werken der Epoche eine essentielle Rolle.
Die Charaktere verstießen oft radikal gegen gesellschaftliche Vorgaben und dies spiegelte sich auch in der Sprache der Werke wieder, die poetische Vorgaben gezielt umging und sich so durch Volksnähe auszeichnete.
Halbsätze und Auslassungen, wie sie bei der Ellipse der Fall sind, zählten zu den typischen Stilmitteln, die die Aussagekraft der Epoche sprachlich unterstützten.
Beispiele aus der Literatur:
“Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde“ (aus dem Gedicht “Willkommen und Abschied“ von Johann Wolfgang von Goethe von 1771) [3]
“Frisch also! muthig ans Werk!“ (aus dem Drama “Die Räuber“ von Friedrich Schiller aus dem Jahr 1781) [3]
“Zwei Augen, ein kurzer Blick,
Die Braue, Pupillen, die Lider.
Was war das?
Von der Menschheit ein Stück! Vorbei, verweht, nie wieder.“ (aus dem Gedicht “Augen in der Großstadt“ von Kurt Tucholsky aus dem Jahr 1930) [3]
Die Ellipse ist ein Stilmittel, welches die Grundlagen der Grammatik aushebeln kann. Satzstrukturen, denen elementare Bestandteile fehlen, werden richtig, weil sie trotzdem verständlich sind und zugleich den Text oder die Rede auflockern. Bestimmte Teile eines Satzes können mithilfe der Ellipse ausgespart werden.
Der deutsche Sprachgebrauch erlaubt diese Auslassung, falls es sich um redundante Worte handelt. In der schönen Literatur finden sich aber auch Beispiele für komplexere Ellipsen, welche dann auch Raum für Interpretationen lassen.
Die häufigste Form der Ellipse besteht darin, ein Wort, welches zweimal im Satz stehen müsste, nur einmal zu nennen. Ein Satz wie: »Du isst den Apfel, ich die Birne.« ist mittlerweile so gebräuchlich, dass das fehlende Verb kaum noch auffällt. Doch die Auslassung darf noch weitergehen. »Du den Apfel, ich die Birne.« ist immer noch verständlich, denn was käme für die Früchte sonst infrage, wenn nicht das Verspeisen selbiger? Treibt man die Ellipse jedoch bis zum Äußersten und sagt bloß »Du Apfel, ich Birne.« [4], eröffnet man durchaus einen weiten Interpretationsspielraum. Wurde hier dem Angesprochenen eine Frucht zum Essen zugewiesen oder bloß seine Körperform beschrieben?
Doch nicht nur das Verb darf der Ellipse zum Opfer fallen. Im Beispielsatz: »Du darfst den Apfel schälen, ich darf den Apfel essen.« kann die zweite Erwähnung des Wortes Apfel gekürzt werden. Auch in diesem Beispiel ist die Verkürzung bis zu einem Extrem möglich: »Du schälen, ich essen.« [4] Dieser unvollständige Satz bleibt im passenden Kontext durchaus verständlich. Allerdings muss hier im Umfeld bereits klargestellt werden, dass es sich um den Apfel handelt, der geschält und gegessen werden soll.
Das Stilmittel wird vielfach in Reden genutzt, um die Sprache mündlicher klingen zu lassen. In der Schriftsprache werden die Auslassungen normalerweise eher selten genutzt, wodurch die Ellipse gleich einen lockereren Eindruck hinterlässt. Die Sprache klingt mit gut gewählten Ellipsen zudem schneller und schwungvoller. Schließlich ist es in den meisten Fällen die Redundanz einiger Wörter, welche zu deren Streichung führt.
In der Linguistik und Literaturwissenschaft wird die Nutzung der Ellipse mitunter kritisch betrachtet. Einige Linguisten sehen in der Ellipse einen unvollständigen Satz. Anstelle eines interessanten Stilmittels sehen diese Experten eine fehlerhafte Grammatik. In der Untersuchung elliptischer Sätze werden daher zuerst die Auslassungen zurückgenommen. Kann ein Satz nicht eindeutig rekonstruiert werden, gilt nach strenger Lesart die Satzstruktur als fehlerhaft.
Fehlerhafte Anwendung der Ellipse
Die Ellipse kann wie schon erwähnt in verschiedenen Abstufungen genutzt werden. »Du isst Äpfel und ich schäle Birnen.« lässt sich nur schwer elliptisch verkürzen. Allein das Bindewort »und« kann durch ein Komma oder sogar einen Punkt ersetzt werden. Grammatisch korrekt ist die Struktur immer noch. [4]
Das schon erwähnte Beispiel »Du Apfel, ich Birne.« wäre keine korrekte Verkürzung des Satzes. Der Leser kann unmöglich erkennen, dass zwei unterschiedliche Verben ausgelassen wurden. Da hilft auch der Kontext nicht, der besagt, dass Äpfel und Birnen geschält und gegessen werden können. Die Verständlichkeit ist oberstes Gebot. [4]
Eine Ellipse erkennst du daran, dass ein Wort oder ein Satzteil ausgelassen wird und der Satz unvollständig ist.
BEISPIEL
Je früher desto besser. [5]
Statt: Je früher du kommst desto besser.
Du siehst, dass der Satz grammatikalisch unvollständig ist, denn er enthält kein Verb. Eine einheitliche Wirkung zu nennen ist schwierig, aber eine Ellipse wird oft verwendet, wenn etwas verkürzt dargestellt werden soll, damit Wichtiges im Fokus steht. Das ist beispielsweise in der Werbung oft so. Auch dramatische Texte sind reich an Ellipsen, vor allem in Wortgefechten usw. [5]

Quellen:

⠀ Ellipse. Deklination des Substantivs. – Ressource: https://www.verbformen.de/deklination/substantive/?w=Ellipse

⠀ Ellipse. Wortwuchs. – Ressource: https://wortwuchs.net/stilmittel/ellipse/

⠀ Ellipse. – Ressource: https://www.inhaltsangabe.de/wissen/stilmittel/ellipse/

⠀ Die Ellipse. – Ressource: https://www.abiweb.de/deutsch-methoden/rhetorische-mittel-erklaerung/ellipse-euphemismus-ironie.html

die Wortarten Substantiv
Одушевленное/неодушевленное abstrakt
Genger feminin
Singular
Nominativ die Ellipse
Genitiv der Ellipse
Dativ der Ellipse
Akkusativ die Ellipse
Plural
Nominativ die Ellipsen
Genitiv der Ellipsen
Dativ den Ellipsen
Akkusativ die Ellipsen