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Linguistik

Das kommunikative Handeln

Mit dem Begriff des kommunikativen Handelns bezeichnet Habermas ein soziales Handeln, bei dem die Akteure versuchen, ein gemeinsames Verständnis zu erreichen und Gruppenhandlungen durch vernünftige Argumentation, Konsens und Kooperation zu koordinieren, statt strikt auf die Verfolgung ihrer eigenen Ziele zu setzen. Kommunikatives Handeln dient dem Bewältigen verschiedener Situationen, also Ausschnitte aus den lebensweltlichen Zusammenhängen. Diese gliedern sich in Themen, Handlungsziele und Handlungspläne (vgl. Habermas, 1984, S.145).
Hierbei ist zu betonen, dass es sich um ein ״Modell“ handelt, welches er vorstellt und sich darauf bezieht. Dabei stellt sich das kommunikative Handeln gegen zwei andere Modelle - das instrumentellen Handeln und strategische Handeln, bei denen das eigene Interesse bzw. eine Absicht im Vordergrund steht.
Dabei sind instrumentelle ״Situationen" all) eine, die sich auf nicht-soziale Situationen beziehen, wie Z.B. Laufen, Aufräumen usw., während strategisches Handeln auf soziale Situationen zu beziehen ist - Z.B. der Versuch die Entscheidung anderer Akteure zu ändern.
In der kommenden Ausarbeitung soll das Modell des kommunikativen Handelns erklärt werden - ein Konzept, bei welchem er die Sprache ins Zentrum rückt und dieser eine umfassendere Rolle zuspricht. Habermas Werk zur ״Theorie des kommunikativen Handelns“ ist 1981 erschienen. Bezugnehmend darauf wird in dieser Arbeit sein Konzept der Lebenswelt erläutert und in Verbindung mit dem formalen System als Gefahr für die Gesellschaft, gebracht. Außerdem wird die Vernunft als Ausweg aus dem Zwang der Systeme Geld und Macht in seinem kommunikativen Handeln näher betrachtet. [2]
Eine Handlung gilt dann als rational, wenn sie zweckgerichtet ist und Aussicht auf Erfolg hat. Am Beispiel einer rationalen Aussage heißt das: Sie kann begründet, kritisiert und überprüft werden. Diese Überprüfung findet in der Regel im Austausch mit anderen Kommunikationsteilnehmern statt, also in Form einer Argumentation. Dabei erhebt der Sprecher mit seiner Aussage einen Geltungsanspruch, der vom Kommunikationspartner auf seine Richtigkeit überprüft wird: Der Partner kann den Geltungsanspruch annehmen oder ablehnen. Das Ziel der Argumentation und der Kommunikation im Allgemeinen ist es, einen Konsens zwischen den Gesprächspartnern zu finden.
„Der Begriff der Verständigung verweist auf ein unter Beteiligten erzieltes rational motiviertes Einverständnis, das sich an kritisierbaren Geltungsansprüchen bemisst.“ (Bd. I, S. 114) [3]
Menschliches Handeln kann man in verschiedene Kategorien einteilen; für jede dieser Kategorien sind ein bestimmter Sprachgebrauch und bestimmte Weltbezüge typisch:
• Teleologisches oder strategisches Handeln ist zielgerichtet; der Handelnde möchte einen Zweck erreichen. Sprache dient hier als ein Medium, mit dem der Sprecher versucht, andere in Bezug auf sein Ziel zu beeinflussen. Das strategische Handeln stützt sich auf Dinge in der objektiven Welt. Entsprechend gehören zu diesem Handeln Aussagen über die objektive Welt; sie werden als konstative Aussagen bezeichnet.
• Normenreguliertes Handeln orientiert sich an den Werten, die in einer Gesellschaft vorgegeben sind. Hier ist die Sprache ein Mittel zur Überlieferung dieser Werte. Es bezieht sich nicht nur auf die objektive, sondern auch auf die soziale Welt, d. h. auf den zwischenmenschlichen Umgang und die Regeln, die dafür gelten. Aussagen in diesem Kontext sind normative Aussagen, z. B. Handlungsaufforderungen.
• Dramaturgisches Handeln dient der Selbstdarstellung des Handelnden. Hier kommt eine weitere Dimension ins Spiel, nämlich die subjektive Welt eines Menschen, der sich vor anderen in Szene setzt und etwas von sich preisgibt. Auf der sprachlichen Ebene geschieht das in Form von expressiven Aussagen, d. h. Aussagen über eigene Gefühle, Wünsche oder Stimmungen.
„Tatsächlich ist aber die sprachliche Verständigung nur der Mechanismus der Handlungskoordinierung, der die Handlungspläne und die Zwecktätigkeiten der Beteiligten zur Interaktion zusammenfügt.“ (Bd. I, S. 143) [3]
Wie bereits erwähnt, erhebt jede Aussage einen Geltungsanspruch. Bei konstativen Aussagen ist dieser Geltungsanspruch die Wahrheit: Sie müssen sich an den Gegebenheiten der objektiven Welt messen lassen. Der Geltungsanspruch normativer Aussagen wiederum ist die Gültigkeit: Hier stellt sich die Frage, ob die zugrunde liegende Norm auch von anderen als legitim angesehen wird. Expressive Aussagen schließlich erheben den Anspruch der Wahrhaftigkeit; hier geht es um die Frage, inwieweit die Aussagen des Handelnden im Gesamtzusammenhang seines Verhaltens glaubwürdig erscheinen. Weil jede Aussage, deren Geltungsanspruch überprüft und kritisiert werden kann, rational zu nennen ist, verdienen nicht nur konstative Äußerungen mit ihrem Bezug auf die objektive Welt dieses Attribut, sondern ebenso die anderen Arten von Aussagen. Auch sie müssen sich an ihrem jeweiligen Geltungsanspruch messen lassen.
Das kommunikative Handeln
Neben diesen drei Formen des Handelns gibt es noch eine vierte, das kommunikative Handeln. Hier versuchen die Beteiligten, durch Kommunikation einen Konsens zu finden, um ihre Handlungen aufeinander abzustimmen. Ihr Medium zur Verständigung ist die Sprache. Dabei beziehen sich die Sprecher zugleich auf eine objektive, eine soziale und eine subjektive Welt. Dies ist der Normalfall in der menschlichen Kommunikation – üblicherweise erheben alle Aussagen zugleich einen Anspruch auf Wahrheit, Gültigkeit und Wahrhaftigkeit und werden von den übrigen Beteiligten daran gemessen.
„Grundsätzlich sind die Beziehungen des strategischen, des normenregulierten und des dramaturgisch Handelnden zur objektiven, zur sozialen oder zur subjektiven Welt einer objektiven Beurteilung zugänglich – für den Aktor und für einen Beobachter gleichermaßen.“ (Bd. I, S. 157) [3]
Im Kommunikationsvorgang erarbeiten die Beteiligten gemeinsame Definitionen der Handlungssituation. Das System der drei Welten – objektive, soziale und subjektive Welt – gilt als Interpretationsrahmen. Dabei besteht immer die Möglichkeit, dass Aussagen von anderen Kommunikationsteilnehmern bestritten werden. Ein Konsens ist erst dann erreicht, wenn ein Hörer allen drei Geltungsansprüchen einer Aussage zustimmt. Wenn er nur einem nicht zustimmen kann, muss er die Äußerung im Ganzen ablehnen.
Verstehen und Einverständnis bei kommunikativem Handeln
Kommunikatives Handeln hat den Zweck, die Handlungen der Kommunikationspartner zu koordinieren. Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Menschen mithilfe von Kommunikation ihre Handlungen aufeinander abstimmen können? Die Reaktionen des Hörers auf die Sprechhandlung erfolgen auf drei Ebenen: Zunächst muss er die Bedeutung der Aussage verstehen, dann muss er dazu Stellung nehmen, d. h. sie akzeptieren oder ablehnen. Wenn er die Aussage akzeptiert, dann orientiert er als Nächstes sein Handeln an den Vorgaben, die durch Konventionen als Reaktion auf die Aussage festgelegt sind. Auf diese Weise stimmt er seine Handlungen mit denen des Kommunikationspartners ab. Lehnt er die Aussage ab, dann müssen die Beteiligten versuchen, durch Argumentation einen Konsens zu finden.
„Entsprechend kann eine Lebenswelt in dem Maße als rationalisiert angesehen werden, wie sie Interaktionen gestattet, die nicht über ein normativ zugeschriebenes Einverständnis, sondern – direkt oder indirekt – über eine kommunikativ erzielte Verständigung gesteuert werden.“ (Bd. I, S. 455) [3]

Quellen:

⠀ Handel. Deklination des Substantivs. – Ressource: https://www.verbformen.de/deklination/substantive/?w=Handel

⠀ Peter Stepper. Handeln als kommunikatives Handeln nach Jürgen Habermas. GRIN. – Ressource: https://www.grin.com/document/428773

⠀ Jürgen Habermas. Theorie des kommunikativen Handelns. Handlungsrationalität und gesellschaftliche. Rationalisierung. – Ressource: https://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/theorie-des-kommunikativen-handelns/6692

die Wortarten Substantiv
Одушевленное/неодушевленное abstrakt
Genger neutral
Singular
Nominativ das Handeln
Genitiv des Handelns
Dativ dem Handeln
Akkusativ das Handeln